Save me gegründet
02.10.2009
Werder.
In Werder hat sich eine lokale Gruppe gegründet, die die bundesweite Kampagne „Save me (zu deutsch: Rette mich) – eine Stadt sagt ja" unterstützt. Sie steht unter dem Motto „Save me - Flüchtlinge aufnehmen!
Werder sagt ja! Menschenrechte kennen keine Grenzen!" Ziel der Kampagne ist die organisierte Aufnahme von Flüchtlingen in der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union insgesamt.
Die Zahl der weltweiten Flüchtlinge aus Krisengebieten wie dem Irak, Birma und dem Kongo wird auf insgesamt 9,2 Millionen geschätzt, doch „der Weg nach Europa ist ihnen verstellt, die Hürden sind nahezu unüberwindbar", heißt es seitens der Organisatoren. Save me Werder will die Werderaner zu einer Willensbekundung aufrufen: „Sollte jemand kommen, bin ich bereit, ihn aufzunehmen oder ihn zu unterstützen."
Mittlerweile 40 deutsche Städte wie Berlin und München machen bei der Kampagne mit und haben eigene Internetseiten geschaltet, auf denen zum Thema Flüchtlingspolitik informiert und zu Aktionen aufgerufen wird. So wurde am 1. Oktober vor dem Berliner Hauptbahnhof mit knapp 4 781 Rettungsringen – so viele Personen unterstützen Save-me – und Ortsschildern eine Wende in der Flüchtlingspolitik gefordert.
Die Werderaner Save-me-Homepage soll jetzt ins Netz gestellt werden. Die Bürger werden aufgerufen, sich Gedanken zu machen und auch örtliche gesellschaftliche Organisationen wie die Arbeiterwohlfahrt oder das Diakonische Werk und Vereine zum Mitmachen bewegt werden. Der AWO-Treff Werder ist bereits dabei.
Unterstützt wird die Kampagne bundesweit auch von Flüchtlingsverbänden, kirchlichen Organisationen, der Arbeiterwohlfahrt, dem Diakonische Werk, dem Deutschen Roten Kreuz sowie Amnesty International und dem Verein Pro-Asyl. Sie alle fordern, ein jährliches Kontingent von Flüchtlingen dauerhaft aufzunehmen und in Deutschland zu integrieren. Die Aufnahme von insgesamt 2 500 Flüchtlingen aus dem Irak in diesem Jahr könne dabei nur ein Anfang sein, heißt es in einer Mitteilung von Save me Werder.
Auch aus Werder soll schließlich der Aufruf an die Bundesregierung für eine weniger restriktive Flüchtlingspolitik ergehen. Homepage unter: www.save-me-werder.de . Hier kann man sich auch der Kampagne anschließen.
Hans-Hartwig Lau